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Der Traum vom Eigenheim

Wärmedeämmung im Altbau selbst anbringen

Etwa 75 % der Energiekosten werden für die Beheizung der Wohnräume verwendet. Fehlt die Wärmedämmung, entweichen etwa 15 % der Wärme durch den Boden, 25 % durch Decke und Dach und 35 % durch die Wände. Eine Wärmedämmung ist somit unerlässlich. Doch wie lässt sich ein Altbau effektiv dämmen?

Außendämmung

Eine Fassadendämmung ist eine sehr komplizierte Angelegenheit, die bei unsachgemäßer Ausführung starke bauliche Schäden verursachen kann. Hiervon sollten Sie – sofern Sie nicht vom Fach sind – lieber die Finger lassen. Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, auch wenn es deutlich mehr kostet. Sollten dann Mängel auftreten, haftet die Firma dafür. Ansonsten bleiben Sie auf den Kosten der Baumängel sitzen.

Innendämmung

Im Gegensatz zur Außendämmung können Sie die Innendämmung unter Berücksichtigung bauphysikalischer Grundsätze selbst durchführen. Wichtigste Voraussetzung ist hier, dass die Außenwand trocken ist. Enthält sie Feuchtigkeit, kann es zu Schimmelbildung und Bauschäden kommen. Ein wichtiges Kriterium bei der Innendämmung ist die Wahl des geeigneten Dämmstoffes. Auch über dessen Verarbeitung muss man sich genauestens informieren. Die Dämmstoffe, Dampfbremsfolie und der Kleber/Mörtel sollten beim selben Hersteller bezogen werden. Die Anbringung der Dämmung muss luftdicht erfolgen, auf sorgfältig verklebte Folien und dichte Fugen muss unbedingt geachtet werden, da sonst Schimmelbildung droht.

Dachdämmung

Auch bei der Dämmung des Daches können Sie selbst Hand anlegen. Arbeiten wie Zwischensparrendämmung und Untersparrendämmung können Sie problemlos selbst ausführen. Elastische Steinwollematten sind für die Zwischensparrendämmung am besten geeignet. Sie lassen sich leicht auf die passende Größe zuschneiden und passen sich den Sparrenabständen genau an. Wärmebrücken werden so vermieden. Bei der Untersparrendämmung wird der Dämmstoff unterhalb der Sparren aufgebracht. Dies ist sinnvoll, wenn die Sparrentiefe nicht ausreicht, um optimal zu dämmen. Allerdings bedeutet die Untersparrendämmung einen Verlust an Raumhöhe. Aufsparrendämmung, die zwischen Sparren und Dachoberfläche aufgebracht wird, sollte nur vom Fachbetrieb ausgeführt werden. Sie wird in der Regel im Rahmen einer Dachneueindeckung ausgeführt.

Zwischendeckendämmung

Insbesondere bei Altbauten mit Holzdecken kann eine Zwischendeckendämmung zu nicht beheizten Räumen wie dem Dachboden sinnvoll sein. Hierfür wird der Fußbodenbelag entfernt, eine Zwischenlage integriert und abgedichtet und mit einer isolierenden Schüttung aufgefüllt. Darauf kann Estrich oder Plattenbelag aufgebracht werden.

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